Rennrad-Reifenbreite und der richtige Reifendruck, zwei wichtige Faktoren im Rennradsport
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Rennrad-Reifenbreite und der richtige Reifendruck, zwei wichtige Faktoren im Rennradsport

25 September 2020

Die Rennrad-Reifenbreite und der richtige Reifendruck, zwei wichtige Faktoren im Rennradsport. Während man früher mit schmalen Reifen und hohem Reifendruck unterwegs war, ist heute ein ganz anderer Trend zu beobachten. Man sieht vor allem Radler, die mit breiten Reifen und einem niedrigen Reifendruck unterwegs sind. In diesem Blog helfen wir dir, den richtigen Rennrad Reifendruck und die richtige Reifenbreite für dein Rennrad zu wählen.

Rennrad-Reifenbreite: Der Unterschied zwischen 23, 25 und 28 mm

Heutzutage kannst du auswählen, ob du schmale oder breite Rennradreifen haben möchtest. Du kannst aus einer Reifenbreite von 23 mm bis zu 36 mm wählen. Die beliebtesten Größen sind wohl aber die 23-, 25- und 28- mm-Reifen. Die 23-mm-Reifen werden nach wie vor für ältere Rennradmodelle verkauft, die noch nicht für breitere Reifen geeignet sind.

In den letzten Jahren haben sich 25-mm-Reifen als Standardgröße für Rennräder durchgesetzt. Jetzt aber wird auf 28-mm-Reifen umgestellt. Mit diesen Rennradreifen hast du einen geringeren Rollwiderstand, mehr Komfort und mehr Grip, so dass du bequem viele Kilometer fahren kannst.

Rennradreifen breit
Während man früher mit schmalen Reifen fuhr, sieht man heute immer mehr Radfahrer, die mit breiteren Rennradreifen fahren.

Komfort

Dass man sich heute für 25, 28 mm oder noch breitere Reifen entscheidet, ist leicht zu erklären. Das Aufkommen von immer steiferen Materialien, wie z. B. Carbon, wirkte sich negativ auf den Komfort eines Rennrads aus. Die Stahlrahmen und Ledersättel der Vergangenheit erhöhten zwar nicht die Geschwindigkeit, trugen aber dazu bei, dass Vibrationen und Schläge von einem schlechten Straßenbelag weniger direkt auf den Fahrer übertragen wurden.

Vibrationen und Schläge durch Straßenunebenheiten führen dazu, dass der Radfahrer schneller ermüdet und dadurch weniger Leistung bringt. Die Lösung für mehr Komfort war daher ein breiterer Reifen. Ein breiterer Reifen wächst allerdings nicht nur in der Breite, sondern auch in der Höhe.

Das heißt, der Rennradreifen hat eine größere Luftkammer und damit mehr Platz zum Aufquellen, was wiederum den Komfort verbessert. Rennradfahrer werden daher einen großen Unterschied zwischen 23-mm-, 25-mm- und 28-mm-Reifen feststellen.

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Bei diesen Reifenbreiten ist es ratsam, die Reifen unterschiedlich stark aufzupumpen. Unterschiede müssen sein!

Die Kontaktoberfläche

Breitere Reifen sind also komfortabler. Ein weiterer Vorteil von breiteren Reifen ist, dass du im Vergleich zu schmaleren Reifen keinen Unterschied im Rollwiderstand bemerkst. Die Aufliegefläche eines breiteren Reifens ist nicht größer, sondern nur anders geformt.

Ein schmalerer Reifen hat eine lange und schmale Aufliegefläche. Je breiter der Reifen ist, desto kürzer und breiter ist die Kontaktfläche mit der Fahrbahn. Die Masse des Gummis auf der Straße ist also nicht mehr, sondern besser verteilt.

Es ist jedoch wichtig, dass du dir die Breite deiner Felge genau ansiehst. Zurzeit bieten mehrere Hersteller Räder mit breiteren Felgen an. Auf diese Felgen passen die 25- und 28-Millimeter-Reifen besser und die Eigenschaften kommen noch besser zur Geltung. Bitte beachte, dass 28-mm-Reifen oft nicht in die Gabeln alter Rennräder passen.

Die Nachteile breiterer Rennradreifen

Neben den Vorteilen gibt es auch einige Nachteile für breitere Rennradreifen. Ein breiterer Reifen ist in der Regel schwerer als eine schmalere Version. Es gibt auch aerodynamische Nachteile, insbesondere bei älteren Fahrrädern mit schmaleren Felgen. Außerdem passen breitere Reifen nicht auf jeden Rahmen.

Reifenbreite 23, 25, 28 und 32
Für welche Reifenbreite entscheidest du dich? 23, 25, 28 mm oder noch breiter?

Was ist der richtige Rennrad Reifendruck?

Aber wie viel Druck braucht dein Reifen denn nun wirklich? Der richtige Rennrad Reifendruck ist sehr wichtig für ein gutes Lenkverhalten, zur Verringerung des Rollwiderstands, zur Vermeidung von Reifenpannen und für mehr Komfort. Wenn du mit einem 25- oder 28-mm-Reifen fährst, brauchst du weniger Druck im Reifen als mit einem 23-mm-Rennradreifen.

Ein höherer Druck bedeutet im Allgemeinen einen geringeren Rollwiderstand auf der Straße, weniger Verschleiß und ein geringeres Risiko von Reifenpannen. Geringerer Druck bedeutet mehr Komfort und mehr Halt. Bevor du deine Reifen aufpumpst, ist es ratsam, den minimalen und maximalen Reifendruck zu überprüfen, der auf der Seite, deines Rennradreifens, den Flanken, angegeben ist.

Reifendruck Rennrad kontrollieren
Kontrolliere regelmäßig den Reifendruck und pump die Reifen deines Rennrads bei Bedarf wieder voll.

Pumpst du zu wenig Luft in deinen Reifen? Dann ist die Gefahr des Verschleißes sehr groß. Du solltest auch darauf achten, dass du deine Reifen nicht zu stark aufpumpst. Ein zu harter Reifen sorgt dafür, dass du wackelst, weniger komfortabel sitzt und weniger Grip hast.

Im schlimmsten Fall kannst du einen Platten bekommen. Welcher Druck für einen Reifen ideal ist, lässt sich nur schwer bestimmen. Dies hängt zum großen Teil von der Reifenbreite, den Bedingungen (Wetter und Untergrund) und dem Gewicht des Fahrers ab.

Rennrad Reifendruck pro Reifenbreite

Die folgende Tabelle zeigt dir, wie viel bar je nach Reifenbreite und Körpergewicht für deine Reifen geeignet sind. Natürlich sind dies nur Richtwerte und der für dich ideale Rennrad Reifendruck kann immer höher oder niedriger sein. Fährst du mit schlauchlosen Reifen? Dann brauchst du einen weniger hohen Reifendruck. Benutze die nachstehende Tabelle und zieh für tubeless etwa 1 bar ab. Möchtest du wissen, wie du deine Rennradreifen tubeless machen kannst? Das kannst du in unserem Blog nachlesen.

Minimaler und maximaler Reifendruck Rennrad
Der Mindestdruck für diesen Rennradreifen beträgt 4 bar und der maximale Druck 7,4 bar.
Reifendruck (bar/PSI)Körpergewicht (KG)
Reifenbreite<55606570758085+
23 mm6,46,87,27,68,08,48,8
25 mm5,66,06,36,77,07,47,7
28 mm4,85,15,45,76,06,36,6
30 & 32 mm4,04,34,54,85,05,35,5

Bitte beachte: Halte immer den auf deinem Fahrradreifen angegebenen Mindest- und Höchstdruck ein!

Mit einer guten Fahrradpumpe für den richtigen Rennrad Reifendruck sorgen

Ein wichtiger Tipp ist die regelmäßige Kontrolle der Reifen auf Steine und Risse. Lass dabei die Luft vollständig aus dem Reifen ab, damit du besser sehen kannst, ob sich Schmutzpartikel darin befinden. Es ist außerdem ratsam, die Reifen wöchentlich aufzupumpen und den Rennrad Reifendruck regelmäßig zu überprüfen.

Mit einer guten Standpumpe hast du deine Rennradreifen schnell wieder auf dem richtigen Reifendruck. Eine Hochdruckpumpe ist am besten für Rennradreifen geeignet, weil die Pumpe einen hohen Pumpendruck erzeugen kann.

Genaue Wiedergabe des richtigen Reifendrucks beim Rennrad
Mit einer Fahrradpumpe mit Manometer behältst du den aktuellen Reifendruck immer im Auge.

Wir empfehlen auch, dir eine Fahrradpumpe mit Manometer anzuschaffen, so hast du den aktuellen Druck deiner Reifen immer genau im Auge. In unserem Blog über Ventile und Fahrradpumpen liest du alles darüber, wie du deine Fahrradreifen richtig aufpumpst und wie du den richtigen Luftdruck bestimmst.

Welche Reifenbreite ist für mein Rennrad geeignet?

Viele Jahre sind wir mit viel Vergnügen auf 23-Millimeter-Reifen gefahren. Wenn man einmal den Komfort und die Rolleigenschaften eines breiteren Reifens gespürt hat, möchte man oft nicht mehr darauf verzichten. Bist du bereits mit breiteren Rennradreifen unterwegs? Lass uns wissen, was du von den Unterschieden zwischen 23-, 25- und 28-mm-Reifen hältst!

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Eva van den Berg

Eva van den Berg

Seit ich bei Mantel arbeite, lese und schreibe ich täglich über Fahrräder. Das und das Testen neuer Produkte hat mich dazu gebracht, meine eigene Fahrradsammlung zu erweitern. Ich bin gespannt, wie meine Garage in ein paar Jahren von innen aussehen wird. Gut, dass ich eine große Garage habe!

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