Den richtigen Fahrradhelm wählen: Alles, was du wissen musst, bevor es losgeht
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Den richtigen Fahrradhelm wählen: Alles, was du wissen musst, bevor es losgeht

1 Juli 2026

Ein Fahrradhelm passt richtig, wenn er waagerecht auf deinem Kopf sitzt, die Vorderkante etwa zwei Fingerbreit über deinen Augenbrauen liegt, er beim Kopfschütteln nicht verrutscht und der Kinnriemen so schließt, dass noch ein bis zwei Finger darunter passen. Du wählst die richtige Größe, indem du deinen Kopfumfang in Zentimetern an der breitesten Stelle deines Kopfes misst. Neben der Größe bestimmt auch deine Kopfform (rund oder oval), welcher Helm bequem sitzt. In diesem Blog erfährst du Schritt für Schritt, wie du misst, auswählst und einstellst.

Fahrradhelme 2026
Hier sieht man, dass der Helm die Stirn gut schützt.

Was ist eine gute Passform und warum ist sie so wichtig?

Eine gute Passform bedeutet, dass der Helm fest und stabil auf deinem Kopf sitzt, ohne zu drücken, und bei einem Sturz nicht verrutscht. Das ist nicht nur eine Frage des Komforts, sondern vor allem der Sicherheit: Ein Helm, der zu groß ist oder schief sitzt, schützt kaum, da er den Aufprall nicht richtig abfangen kann.

Die Passform wird durch drei Faktoren bestimmt: deinen Kopfumfang, deine Kopfform und wie du den Helm einstellst. Diese Punkte gehen wir unten nacheinander durch. Viele moderne Helme bieten zudem einen zusätzlichen Schutz vor Rotationskräften, wie MIPS oder das KinetiCore-System von Lazer. Bei Mantel kannst du in der Übersicht aller Fahrradhelme links direkt nach „Extra Schutz“ filtern.

Welche Helmgröße brauche ich?

Dein Kopfumfang in Zentimetern bestimmt deine Helmgröße. Miss an der breitesten Stelle deines Kopfes, etwa einen Zentimeter über deinen Augenbrauen und Ohren. Nutze anschließend den Filter direkt für diesen Wert, damit dir nur Helme angezeigt werden, die zu deinem Kopfumfang passen.

So misst du deinen Kopfumfang in 4 Schritten:

  1. Lege ein Maßband um die breiteste Stelle deines Kopfes, etwa 1 cm über deinen Augenbrauen und über deinen Ohren. Genau dort wird der Helm später auch sitzen.

  2. Halte das Maßband waagerecht und angenehm locker an deinen Kopf – nicht zu stramm ziehen.

  3. Kein Maßband zur Hand? Verwende ein Stück Schnur oder ein Ladekabel, markiere die Stelle, an der es aufeinandertrifft, und messe es mit einem Lineal nach.

  4. Miss zweimal nach und notiere dir den größeren Wert in Zentimetern.

Die meisten Helme werden in Größenspannen verkauft. Als Richtwert gilt meistens: Größe S für 51 bis 54 cm, M für 55 bis 58 cm und L für 59 to 63 cm, obwohl dies je nach Marke variieren kann. Wenn du genau auf der Grenze zwischen zwei Größen liegst, wähle am besten die kleinere: Mit dem Verstellrad an der Rückseite kannst du den Helm meist noch etwas weiter stellen.

Fahrradhelme 2026
Viele Helme sind „Ponytail-friendly“, d. h. so konzipiert, dass man lange Haare problemlos hindurchziehen kann.

Habe ich einen runden oder ovalen Kopf und warum ist das wichtig?

Neben dem Umfang hat dein Kopf auch eine bestimmte Form, und diese entscheidet darüber, ob ein Helm wirklich bequem sitzt. Bei einem runden Kopf sind Breite und Länge etwa gleich. Bei einem ovalen Kopf ist der Kopf von vorne nach hinten deutlich länger als von links nach rechts. Hersteller entwerfen ihre Helme für bestimmte Kopfformen. Eine falsche Passform erkennst du an Druckpunkten, die sich auch durch optimales Einstellen nicht beheben lassen.

Wenn du einen Helm für ovale Köpfe auf einem runden Kopf anprobierst, drückt er an den Seiten, während vorne und hinten Platz frei bleibt. Umgekehrt fühlt sich eine runde Passform auf einem ovalen Kopf an den Seiten zu locker an und drückt dafür vorne und hinten. Du erkennst eine falsche Form also nicht an der Größe, sondern an bleibenden Druckpunkten – egal wie sehr du das Verstellsystem anpasst.

Wie findest du deine eigene Kopfform heraus? Lass jemanden ein Foto von dir von oben machen oder fühle mit den Händen, ob dein Kopf deutlich länger als breit ist. Das erklärt auch, warum ein Helm der einen Marke wie angegossen sitzt, während ein anderes Modell in derselben Größe einfach nie richtig passt. Im Zweifelsfall ist das der beste Grund, verschiedene Marken anzuprobieren, bevor du dich entscheidest.

Wie sitzt der Fahrradhelm richtig?

Ein Fahrradhelm sitzt richtig, wenn er waagerecht auf deinem Kopf steht, die Vorderkante etwa zwei Fingerbreit über deinen Augenbrauen liegt und er nicht verrutschen kann. So ist deine Stirn geschützt und du hast trotzdem freie Sicht nach vorne. Diese Position ist für einen optimalen Schutz entscheidend: Ein Helm, der zu weit nach hinten geneigt ist, kann leichter verrutschen und schützt nur die Hälfte deines Kopfes.

Ein kurzer Check: Schüttle deinen Kopf sanft von links nach rechts und von oben nach unten. Der Helm sollte sich mit deinem Kopf mitbewegen und nicht lose über deine Stirn rutschen. Wenn du ihn mit einer Hand ganz leicht verdrehen kannst, sitzt er zu locker und das Verstellsystem muss strammer gestellt werden. Setze den Helm wirklich bei jeder Fahrt auf, auch bei kurzen Strecken – gerade bei Fahrten, bei denen man denkt, es passiert schon nichts. Ein Helm im Schrank schützt dich natürlich nicht! (In den Niederlanden ist das Tragen eines Fahrradhelms nicht vorgeschrieben, wird aber selbstverständlich empfohlen.)

Fahrradhelme 2026
Alle Helme verfügen über einen Verstellmechanismus, um die Passform optimal an den Kopf anzupassen.

Wie stelle ich meinen Fahrradhelm ein?

Du stellst deinen Fahrradhelm an drei Stellen ein: zuerst das Verstellsystem am Hinterkopf, dann die seitlichen Riemen unter den Ohren und zum Schluss den Kinnriemen. Zusammen sorgen sie dafür, dass der Helm stabil sitzt, ohne zu drücken.

Schritt 1: Das hintere Verstellsystem. Setze den Helm waagerecht auf und drehe den Knopf oder Riemen am Hinterkopf fest, bis der Helm angenehm umschließt. Nicht so fest, dass es drückt oder Striemen hinterlässt, aber so stramm, dass der Helm hält, wenn du dich nach vorne beugst und den Kopf schüttelst. Dieser Schritt macht den größten Unterschied bei der Stabilität.

Schritt 2: Die seitlichen Riemen. Die beiden Riemen sollten sich in einer Y-Form direkt unter deinem Ohrläppchen treffen. Bei den meisten Helmen lässt sich dieser Kreuzungspunkt verschieben. Nimm dir dafür ruhig etwas Zeit, denn schief eingestellte Riemen nerven während der gesamten Fahrt.

Schritt 3: Der Kinnriemen. Schließe die Schnalle und stelle sie so ein, dass noch ein bis zwei Finger zwischen den Riemen und dein Kinn passen. Ist der Kinnriemen zu locker, kann der Helm bei einem Sturz verrutschen; ist er zu stramm, schnürt er dir den Hals ab. Der finale Check: Öffne deinen Mund weit, als ob du gähnen würdest. Du solltest spüren, wie der Helm leicht nach unten gezogen wird. Wenn du das spürst, sitzt der Kinnriemen richtig.

Häufig gestellte Fragen zur Passform von Fahrradhelmen

Wie messe ich meinen Kopf für einen Fahrradhelm?
Lege ein Maßband waagerecht um die breiteste Stelle deines Kopfes, etwa einen Zentimeter über deinen Augenbrauen und Ohren. Der Wert in Zentimetern ist dein Kopfumfang und damit deine Helmgröße. Kein Maßband? Nimm eine Schnur oder ein Ladekabel und miss es danach mit einem Lineal nach.

Welche Fahrradhelm-Größe brauche ich bei meinem Kopfumfang?
Als Richtwert gilt: Größe S für 51 bis 55 cm, M für 55 bis 59 cm und L für 59 bis 63 cm. Da dies je nach Marke variiert, solltest du immer die Größentabelle des jeweiligen Modells prüfen. Wenn du genau auf der Grenze liegst, wähle die kleinere Größe oder probiere den Helm in einem Fachgeschäft an.

Wie merke ich, ob mein Fahrradhelm richtig sitzt?
Der Helm sitzt richtig, wenn er waagerecht auf dem Kopf steht, die Vorderkante zwei Fingerbreit über den Augenbrauen liegt und er sich beim Kopfschütteln nicht bewegt. Unter den Kinnriemen sollten noch ein bis zwei Finger passen.

Was ist der Unterschied zwischen einem runden und einem ovalen Kopf bei einem Helm?
Bei einem runden Kopf sind Breite und Länge etwa gleich, während ein ovaler Kopf von vorne nach hinten länger ist. Ein Helm, der nicht zu deiner Kopfform passt, verursacht Druckpunkte, die auch bei der richtigen Größe nicht verschwinden.

Sollte ich meinen Helm nach einem Sturz ersetzen?
Ja. Der Schaumstoff im Inneren des Helms verformt oder reißt bei einem Aufprall, um die Energie zu absorbieren, und kann danach seine Funktion nicht mehr erfüllen. Selbst wenn von außen nichts zu sehen ist, kann die Innenschale gebrochen sein. Ersetze einen Helm nach einem schweren Sturz daher immer.

Den richtigen Helm auswählen

Mit der richtigen Größe, einem Helm, der zu deiner Kopfform passt, und der optimalen Einstellung wählst du einen Helm, der sicher ist und so bequem sitzt, dass das Aufsetzen ganz von selbst zur Gewohnheit wird.

Entdecke das gesamte Sortiment in unserer Kategorie Fahrradhelme und filtere nach Kopfumfang, extra Schutz (MIPS, KinetiCore) und Verschlussart. Suchst du etwas Bestimmtes? Wir haben separate Kategorien für Rennradhelme, Mountainbike-Helme, E-Bike-Helme, S-Pedelec-Helme und Fahrradhelme für Kinder. Wenn du deine ideale Wahl getroffen hast, wünschen wir dir viele schöne und sichere Radtouren mit deinem neuen Helm!

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Lars Berendsen

Lars Berendsen

Ich fahre schon seit meiner Kindheit Fahrrad und habe viel Spaß am Rennradfahren. Ich habe als Wochenendaushilfe im Superstore Arnheim angefangen, wo ich nach meiner Ausbildung eine Vollzeitstelle angenommen habe. Hier hatte ich täglich Kontakt mit Kunden und Produkten, wodurch ich mein Wissen über Fahrräder und Fahrradteile weiter ausbauen konnte. Das habe ich drei Jahre lang mit viel Freude gemacht. In dieser Zeit habe ich auch mein eigenes Rennrad zusammengestellt und aufgebaut. Mittlerweile bin ich als Produktspezialist tätig, wobei ich meine Leidenschaft für Fahrräder und meine Erfahrung im Laden kombiniere, um unseren Online-Kunden dabei zu helfen, die richtige Wahl zu treffen, egal ob es sich um ein Rennrad, ein Kinderfahrrad, ein E-Bike oder Zubehör handelt. Radfahren ist für mich nicht nur ein Sport, sondern auch eine Möglichkeit, Technik, Wissen und Spaß miteinander zu verbinden.

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