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Rennrad-Wartung: Wie reinige ich mein Rennrad?

Bist du eher der Schönwetterfahrer, oder aber ein absoluter Outdoor-Fanatiker, der bei jedem Wetter aufs Fahrrad steigt? In jedem Fall gilt: nach dem Spaß kommt die Arbeit. Das Fahrrad will gewartet werden. Damit erhält man die Qualität der Komponenten und verhindert übermäßigen Verschleiß. Jeder Fahrradfahrer entwickelt mit der Zeit seine eigene Routine, aber besonders Neulingen kommt die Wartung wie eine schier unlösbare Mammutaufgabe vor. Worauf muss man bei der Wartung achten und was sollte man tunlichst vermeiden? Das erklärt Niels Groot in seinem Blog-Beitrag zum Thema Rennrad-Wartung.

Ist dein Fahrrad besonders schmutzig, etwa vom Straßenstaub, oder der Streusalzlauge im Winter? Dann solltest du keine Zeit verlieren und umgehend zum Gartenschlauch oder einem mobilen Wasser-Reiniger greifen.
Wasche dein Rennrad
Verwende keinen Hochdruckreiniger, dieser kann nämlich das Fett aus den Lagern treiben, wodurch man den Verschleiß erhöht und zudem Rost ermöglicht. Am besten wählt man lauwarmes Wasser und ein Reinigungsmittel wie Morgan Blue Bike Wash.
Wartung Rennrad
Ohne ein zusätzliches Reinigungsmittel verteilt sich der Schmutz lediglich auf dem Rahmen und wird nach dem trocknen wieder sichtbar. Hartnäckigen Schmutz kann man mit einer weichen Bürste entfernen, die keine Kratzer hinterlässt.

Reinigen

Wer nur innerhalb der Saison fährt, benötigt keine besonderen Reinigungsmittel. Hier reicht es eine einfache Seifenlauge anzurühren und mit einem Waschlappen den Rahmen zu reinigen.
Wartung Rennrad
Der Vorteil dieser Reinigung liegt auf der Hand: du kannst dir sicher sein, dass keine Kratzer in den Rahmen kommen und du kannst alle Stellen erreichen.

Kettenreinigung

Bei schönem Wetter reicht es, mit einem trockenen Tuch die Kette sauber zu streichen. Damit holt man den gröbsten Schmutz heraus und entfernt auch den Staub, der am schmieröl hängen bleibt.
Wartung Rennrad
Bei nassen oder unter besonders schmutzigen Umständen, sollte man allerdings eine gründliche Reinigung durchführen. Dazu gehört auch die Kette zu entfetten. Achte darauf, einen geeigneten Entfetter zu verwenden, der nicht in die feinen Zwischenräume eindringt, denn dieses Fett kann man nicht wieder ersetzen.

Nach dem entfetten, spült man den Entfetter mit ein wenig Wasser von der Kette.

Reinigung des Antriebs

Wenn deine Kette schmutzig ist, gilt das in der Regel auch für den Rest des Antriebs. So ist zum Beispiel die Kassette schmutzig und zwischen den Ritzeln sammelt sich der Dreck.
Wartung Rennrad
Es ist anzuraten um sich auch um das Schaltwerk zu kümmern, da sich der Schmutz ansonsten wieder über den gesamten Antrieb verteilt. Diese Komponenten sind ohne Bürste schwierig zu erreichen. Mit sauberem wasser die Reinigungsmittel abspülen.

Kette Schmieren

Schmier deine Kette minimal alle zwei Fahrten mit einem Kettenöl ein. Wenn du die Zeit hast, am besten einen Abend vorher einschmieren, damit sich das Öl in die Verbindungen der Kettenglieder ziehen kann.

Den Öltyp wählt man auf Basis des eigenen Fahrverhaltens. (Fährt man bei Regen oder nicht). WD40, Teflon oder Silikonspray sind nicht ausreichend, um deine Kette zu schmieren.
Wartung Rennrad
Schmieröl für trockene Wetterumstände ist weniger zähflüssig als Öl für trockene. Das sorgt dafür, dass Staub und Schmutz weniger gut an der Kette haften bleiben, wodurch die Wartung erheblich vereinfacht wird.

Das dickere Öl für regnerische Tage wird zwar nur schwierig durch den Regen herausgespült, sorgt aber dafür, dass Staub und Schmutz einfacher an der Kette kleben bleiben.

Der letzte Schliff – Den Rahmen wachsen

Trockne dein Fahrrad mit einem weichen Tuch ab. Verwende nicht dasselbe Tuch für den Rahmen und die Kette. Die Rückstände der Reinigungsmittel können schädlich sein für den Lack auf deinem Fahrrad.

Um dein Fahrrad wieder zum glänzen zu bringen, solltest du Wax verwenden. Das lässt deinen Rahmen glänzen und wieder wie neu aussehen. Darüber Hinaus macht es dir auch die nächste Reinigung einfacher.
Wartung Rennrad
Das Wax oder Silikonspray sorgt dafür, dass sich Staub und Schmutz weniger einfach an deinem Rahmen oder Komponenten festsetzt. Achte darauf, dass du deine Bremsbeläge nicht berührst, da diese unter keinen Umständen mit solchen Stoffen in Berührung kommen sollten.

Kontrolliere die Bremsbeläge

Bevor du das Fahrrad wegstellst, solltest du nocht die Bremsbeläge kontrollieren. Bei deinem Rennrad gilt: wenn die Bremsblöcke eine flache Oberfläche haben, oder ungleichmäßig abgenutzt sind, solltest du sie ersetzen.
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Bei Mountainbikes gilt: erst wenn die Bremsblöcke zum größten Teil abgenutzt sind, muss ausgetauscht werden.
Wartung Rennrad

Kontrolliere die Schrauben

Stelle regelmäßig sicher, dass alle Schrauben in deinem Fahrrad noch angezogen sind. Durch die starke Nutzung und die Vibrationen während der Fahrt ist es nicht verwunderlich, wenn sich ab und zu eine Schraube löst. Verwende einen Drehmomentschlüssel, um die Schrauben richtig anzudrehen.

Bei den meisten Schrauben findet man einen Hinweis “Nm”. Das ist die Kraft, die benötigt wird um die Schraube fest zu drehen. Hast du Komponenten ausgetauscht, wie etwa Pedale oder die Sattelstütze?
Wartung Rennrad
Verwende dann etwas Montagepaste, damit du die Verbindung nach einiger Zeit auch wieder lösen kannst. Des Weiteren verringert Montagepaste auch Geräusche wie Knarzen und Knacken und verhindert, dass Feuchtigkeit in die Schraubverbindung eindringt.

Kontrollier deine Reifen

Ein wichtiger Teil einer richtigen Wartung ist, den Zustand deiner Reifen zu Überprüfen. Ein verschlissener Reifen erhöht nicht nur deine Chancen auf einen Platten, sondern verringert auch deinen Grip.

Des Weiteren bleiben an einem verschlissenen Reifen bei Nässe mehr Teilchen kleben. Überprüfe daher regelmäßig den Reifendruck. Den maximalen Reifendruck findest du auf der Seite der Reifen. In der Regel wird ein Rennreifen auf 7 bis 8,5 Bar aufgepumpt.

Um den richtigen Reifendruck für dich zu finden, kannst du die folgende Faustformel verwenden: 10% von deinem Körpergewicht, bis zu einem maximum von 8,5 Kilo, sind der richtige Reifendruck. Du kannst ein Reifendruckmessgerät verwenden, um sicherzugehen, dass dein Reifendruck nicht zu hoch liegt.

Aber genauso kannst du nach jeder dritten Fahrt deine Reifen mit einer Pumpe mit präzisem Druckmesser aufpumpen.

Nach jeder Fahrt das Fahrrad reinigen?

Diese Liste zielt auf Vollständigkeit, deswegen haben wir alles beschrieben, was regelmäßig ein wenig Wartung verlangt. Ob tatsächlich nach jeder Fahrt der gesamte Aufwand betrieben werden muss, hängt von den Umständen ab. Wird zur Zeit Salz gestreut? Dann sollte die vollständige Wartung nach jeder Fahrt gemacht werden!

Je nachdem, wie häufig du diese Reinigung schon gemacht hast, bist du damit ungefähr eine halbe Stunde beschäftigt. Regnet es nur, oder ist es lediglich kalt draußen, muss man sich vor allem um den Antrieb kümmern und kann den Rest alle zwei Wochen erledigen.

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Niels Groot

Niels Groot

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