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Bens Bike-Trip 2016 – Natur, Ruhe, Bier und Wein

Viele Mitarbeiter von Mantel sind nicht von ihrem Fahrrad wegzubekommen. In den Urlaub wird das Fahrrad also mitgenommen. Es kann in einigen Fällen auch vorkommen, dass das Fahrrad eine zentrale Rolle bei der Urlaubsplanung einnimmt. So auch bei Ben, Abteilungsleiter unserer MTB-Abteilung. Letzten Sommer machte er sich mit “seiner” Marjolein auf den Weg in den Fahrradurlaub nach Deutschland, Luxemburg, Frankreich und Belgien. Gerne teilt er seine Erfahrungen im Reisebericht über Bens Bike-Trip 2016.

Die Wintersaison ist die Zeit, in der man zurückblicken kann. Eventuell die Zeit, Urlaubserinnerungen in einem Fotoalbum zu bündeln? Das verschieben wir noch kurz nach hinten… Zunächst noch einmal unsere Fahrradreise im vergangenen Jahr Revue passieren lassen.

Herausfordernde Steigungen gab es dort auch.
Herausfordernde Steigungen gab es dort auch.

Hier folgen kleine Impressionen aus dem Fahrradurlaub, den Marjolein und ich letzten Sommer gemacht haben. Hoffentlich bekommst du – genau wie wir – wieder Lust auf einen nächsten Trip.

Alles passt aufs Fahrrad...
Alles passt aufs Fahrrad…

Das Reisen mit dem Fahrrad ist etwas Besonderes. Den Kontakt, den du mit der Umgebung pflegst, ist sehr intensiv. Du hast alle Zeit der Welt, um dich umzuschauen und bist nicht wie im Auto von Geräuschen, Gerüchen und dem Gefühl des Windes und der Temperatur isoliert.

Das Tempo des Reisens könnte man sogar meditativ nennen. Letztes Jahr haben Marjolein und ich diese schöne Rundreise gemacht.

Der Beginn von Bens Bike-Trip 2016

Wir starten in Roermond. Die Ruhr ist unser Wegweiser nach Deutschland und die Wettervorhersagen sind super! Es scheint, dass wir eine sonnige und trockene Durchfahrt durch die Eifel haben werden. Bereits kurz nachdem wir Roermond hinter uns gelassen haben, wurden wir durch die Ruhe überrascht.

Wunderschön ruhig.
Wunderschön ruhig.

Die Route verläuft neben Flüssen und Strömungen und wir kommen langsam in der Eifel an, ohne wirklich klettern zu müssen. Die vorher durchgeplante Route nach Trier verläuft vornehmlich über Fahrradwege oder verkehrsberuhigte Wege. Ruhe garantiert!

Die wunderschöne deutsche Eifel

Die Eifel ist ein wunderschönes Gebiet, das lange von der deutschen Industrialisation und Autobahn abgeschnitten war. Dies spiegelt sich auch in der Atmosphäre der Dörfer und den unberührten Wäldern und Bächen wieder.

Eine der vielen schönen Aussichten in der Eifel
Eine der vielen schönen Aussichten in der Eifel

Unsere Route brachte uns zur Spitze des Nationalpark Eifel, in dem die Wälder auf steilen Hängen um die Stauseen herum angesiedelt sind. Inmitten der Eifel wird der Horizont immer höher und die Tannenspitzen zeichnen sich wie ein Sägeblatt vor der blauen Luft ab.

Unser Pfad schlängelt sich durch das stets schmaler werdende Tal. Die Landschaft färbt sich im Schatten durch die vielen Schichten Moos tiefgrün. Entlang des Wassers stehen wilde Blumen, die das märchenhafte Dekor vervollständigen.

Der Moselradweg nach Trier

Die Ruhe, die Natur und die wunderschönen Campingplätze lassen wir langsam hinter uns, während wir dem touristischen Moselradweg nach Trier folgen. Dieser wird stets mehr von Radfahrern befahren.

Bens Bike-Trip - Die Route Richtung Trier verlief über ruhige Wege
Bens Bike-Trip – Die Route Richtung Trier verlief über ruhige Wege

Im Außengebiet müssen wir uns nun zwischen den Autos und Campern ins Zentrum von Trier durchschlängeln. Dieser brütend heiße Tag erinnert an einen Besuch einer touristischen Stadt wie Barcelona oder Rom.

Die Porta Nigra in Trier
Die Porta Nigra in Trier

Durch den großen Kontrast mit der Tour durch die Eifel ist der Hochbetrieb in Trier beängstigend. Marjolein und ich verabreden, nach dem Kaffee mit Torte nach Luxemburg zu flüchten.

Luxus in Luxemburg

An der Stelle, an der sich das deutsche Gebiet eindeutig rückständiger zeigt, fahren wir in das wohlhabende Luxemburg. Alles in diesem Land ist auf die Fahrt mit dem Auto abgestimmt. Die günstigen Benzinpreise ziehen die Dörfer auf einen Streifen mit unendlich vielen aufeinanderfolgenden Tankstellen!

Die Biergläser werden durch Weingläser ausgetauscht und wir lassen uns mit einer Übernachtung in einem Hotel vom Luxus mitreißen. Neben dem Benzin sind auch die Steuern sehr günstig. Dies ist auch gut an all den schönen Häusern und den geschmackvoll eingerichteten Landhäusern zu sehen.

Die hügeligen Berge voller Weinstöcke weisen uns den Weg nach Frankreich, unserem nächsten Ziel!

Wie ein König in Frankreich

Wir überspringen die Stadt Luxemburg und schlagen bereits schnell die Route Richtung Frankreich ein. Die Wärme und der blaue Himmel über den gelben Kornfeldern lässt uns glauben, wir wären in Südfrankreich angekommen.

Wir fahren durch wunderschöne Dörfer, die ausgestorben scheinen. Wenn wir irgendwo anklopfen, um unsere Trinkflaschen zu füllen, scheint die Freundlichkeit und Gastfreundschaft in der Kälte der Häuser zurückgeblieben.

Mit Taschen voller Obst und Gemüse auf den Weg.
Mit Taschen voller Obst und Gemüse auf den Weg.

Wir haben unsere Taschen mit frischem Obst aus dem eigenen Land vollgepackt. Bei der Einfahrt dieses nord-französischen Gebietes haben wir das “teure Leben” auch hinter uns gelassen.

Die Route verläuft nun an der alten Front des Ersten Weltkrieges Richtung Westen. Die vielen Denkmäler erinnern daran. Auf den hügeligen Ackern liegen große Strohballen, die von weitem wie Rösti-Taler aussehen! Man, was bekommt man doch einen Hunger vom ganzen Radfahren!

Als Götter in Frankreich wieder ins Zelt
Als Götter in Frankreich wieder ins Zelt

Mittags füllen wir unsere Taschen mit Proviant, den wir mit ein bisschen Glück auf einem Markt kaufen. Mehrere Meter Stockbrot und literweise Wein! Als Götter in Frankreich kriechen wir abends ins Zelt.

Bierroute durch die Ardennen

Das Ziel liegt in Zeeland. Die Uhr stoppt nach 12 Tagen. Eine kurze Berechnung lässt uns zu dem Entschluss kommen, die Route einzukürzen und Maastricht anzusteuern. Mein Finger gleitet über die Karte Richtung Maastricht und ich sehe alle belgischen Bierbrauereien vor mir. Orval, Chimay, Leffe, Duvel…

Fast wieder zu Hause
Fast wieder zu Hause

Die Südseite der Ardennen ist herrlich! Mit dem Strom der Maas schlängeln wir uns durch die hohen Bergschluchten Richtung Namur und Dinant. Auf dieser Route kann man schnell und einfach viele Kilometer fahren. Kartenlesen ist nicht nötig und die folgende Stadt an der Maas ist nicht zu verfehlen.

Wir benötigen nur eine Übernachtung, um Belgien zu durchqueren. Im Schatten der Basilika Unserer Lieben Frau von Maastricht beenden wir die Reise.

Bens Bike-Trip – 1.100 km genießen

Zufrieden blicken wir auf einen sehr schönen Trip von rund 1.100 km in einem schönen Teil Europas zurück. Man muss also nicht weit weg fahren, um schöne Abenteuer zu erleben, nur ein bisschen Hoffnung auf gutes Wetter, um die Tour noch mehr genießen zu können!

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Ben Lucas

Ben Lucas

Boomlange mountainbiker met de kenmerken van een houthakker. Je ziet me in de bossen met onder mijn baard vol stof en modder een grijns die je er niet af kan rijden!

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